Die Entstehung
Das Projekt der Entwicklung eines für Kinder geeigneten Robotikspielzeugs geht auf die Erfindung des aus Thüringen stammenden Produktdesigners und Kinematics-Gründungsmitgliedes Leonhard Oschütz zurück. Bereits im Jahr 2009 wurde von ihm im der erste Prototyp im Rahmen eines Semesterprojektes an der Bauhaus-Universität Weimar entwickelt und umgesetzt. Drei Jahre später präsentierte er im Rahmen seiner Diplomarbeit einen zweiten, optisch und konstruktiv verbesserten Prototypen, der bereits als Kleinserie geplant war und im Spritzgussverfahren hergestellt wurde. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen folgten, unter anderem der „Innovationspreis Thüringen“ in der Kategorie KOMMUNIKATION & MEDIEN (2010), der Hauptpreis beim „IKT Innovativ Gründerwettbewerb“ (2012) sowie die „Gold-Medaille mit besonderer Empfehlung der Jury“ auf der internationalen Messe für Erfindungen in Genf (2010).

Funktionsweise
Der Robotik-Baukasten von Kinematics zeichnet sich dadurch aus, dass der Nutzer für den Aufbau keine Anleitung benötigt. Die Handhabung ist für ein technisches Spielzeug denkbar einfach. Kinematics besteht aus unterschiedlichen Steckmodulen, die miteinander verbunden werden. Durch diese können sowohl Daten als auch Strom kabellos übertragen werden. Herzstück stellt dabei ein Power-Brain-Modul dar, das in jedem Robotermodell integriert werden muss. Ein Rechner zur Programmierung der Bewegungsabläufe ist nicht notwendig. Unterschiedliche aktive Bewegungsmodule mit integrierten Servomotoren sorgen für die Bewegung. Mit Ihnen lassen sich Neigungen, Verschiebungen, Linearbewegungen sowie 360° Rotationen realisieren. Passive Module werden als reine statische Bauelemente verbaut. Jeder Konstrukteur kann während des Verbauens der verschiedenen Module neue Konstruktionsformen entwickeln und dabei ganz intuitiv handeln. Die Kinematics-Entwickler nennen diese Eigenschaft „Construct and Play“-Funktion. Noch nie war es so einfach, einen Roboter zu bauen - ganz auf der Basis von theoretischer Vorstellungskraft und praktischem Ausprobieren.

Ausblick
Langfristig soll der Grundbaukasten um weitere Zusatzkästen mit speziellen Modulen ergänzt werden. Geplant sind Erweiterungen für die Themengebiete „Solartechnik“, „Bionik“ oder „Sensorik“. Das Grundprinzip aus aktiven und passiven Bausteinen bleibt davon jedoch unberührt. Der Verkaufsstart des Baukastensystems ist für das Frühjahr 2014 geplant. Wer neugierig auf die innovativen Robotik-Baukästen geworden ist, findet auf www.kinematicblocks.com weitere Informationen.

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